Ende Oktober fand das erste Netzwerktreffen des Zentrums für Digitales Experimentieren (ZDEX) der Universität Würzburg statt. Das Ziel des Zentrums: Wissen austauschen und gemeinsam an konkreten Problemstellungen des digitalen Wandels arbeiten. Das Programm wird vom Europäischen Sozialfonds und vom Land Bayern gefördert und läuft bis Ende 2022.

Innovation, Digitalisierung und Automatisierung sind zentrale Bestandteile von avato Information Management. Daher sind die Schnittstellen mit den themenbezogenen Netzwerken des ZDEX Programms zahlreich: Von Suchoptimierung über Analytics und KI bis hin zu virtuellen Assistenten reichen die geplanten Projekte. Die Umsetzung einiger der Projektideen, die aufkamen, als die Universität uns zur Teilnahme einlud, hat bereits begonnen.

Mit dem Netzwerk Digitale Medien und Soziale Agenten (organisiert vom Lehrstuhl für Medieninformatik) werden wir daran arbeiten, unseren digitalen Assistenten Liibot optimal an die Nutzerbedürfnisse anzupassen. Intuitive Gesprächsverläufe, eine angenehme Persönlichkeit und eine enge Abstimmung mit dem Nutzungskontext sind unabdingbar für einen gelungenen Chatbot. Im Rahmen des ZDEX werden wir diese Aspekte des Liibots auf Basis aktueller wissenschaftlicher Standards analysieren und optimieren.

Gleich mehrere Themen sind geplant für die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Datenanalyse und Verarbeitung natürlicher Sprache, das am Lehrstuhl für Digital Humanities angesiedelt ist. Für die KI-gestützte Analyse von Nutzerfeedback sind schon erste Versuche gestartet. Hier soll automatisch erkannt werden, ob es sich bei einem Kommentar von einem Informationsnutzer um Kritik, ein Lob, eine Anregung oder eine Frage handelt. Diese Information kann dann genutzt werden, um die Qualität der kommentierten Inhalte zu bewerten. So kann gezielt dort optimiert werden, wo der Bedarf am größten ist.

Die Qualität von Information und Dokumentation lässt sich auch auf anderen Wegen messen. Zum Beispiel kann eine KI anhand formaler Kriterien die Verlässlichkeit einer Information einschätzen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn große Mengen historisch gewachsener Dokumentation in ein modernes Information Management System überführt werden sollen. Durch die automatische Vorsortierung lässt sich genauer eingeschätzt werden, wie hoch der Aufwand einer Migration ist. Auch hier arbeiten wir mit dem Netzwerk Datenanalyse zusammen.

Weitere Projekte sind in Planung. Messung der Textverständlichkeit, langfristige Qualitätssicherung und Prozessoptimierung sind nur einige der Themen, in denen die Kombination aus KI und Information Management große Potentiale bietet. Durch die Möglichkeit, unsere Partner und Kunden einzubinden, können umso mehr Personen und Unternehmen vom ZDEX profitieren. Wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Experimentieren und die innovativen Lösungen, die daraus hervorgehen werden.

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